Gastartikel, Lernvideo -  0 Kommentare  -  07. September 2026


Hollywood meets Corporate Learning: Mit AI Filmmaking zu mehr Lernspaß und Praxistransfer

Bei der Gestaltung eines Lernangebots hattest du sicherlich schon einmal eine konkrete Situation aus dem Arbeitsalltag vor Augen, die du gern als kurzen Videoclip zeigen wolltest: Ein schwieriges Feedbackgespräch, ein kritischer Moment im Onboarding oder eine Szene, die veranschaulicht, wie sich Veränderung in einem Unternehmen tatsächlich anfühlt.

Die Idee ist schnell da. Doch dann stellt sich die entscheidende Frage: Wie lässt sie sich umsetzen?

Eine klassische Vor-Ort-Produktion ist dafür häufig zu aufwendig. Drehort, Schauspieler*innen, Technik, Organisation und Budget machen aus einem kleinen Lernimpuls schnell ein größeres Filmprojekt. Gleichzeitig fehlt uns Learning Professionals im Arbeitsalltag oft die Zeit – und manchmal auch der kreative Zugang –, um aus einer ersten Idee eine fertige Story und einen passenden Film zu entwickeln.

Mit Künstlicher Intelligenz eröffnen sich inzwischen ganz neue Möglichkeiten: Storys, Figuren, Bilder und bewegte Szenen lassen sich auch ohne klassisches Filmset entwickeln und produzieren. So können aus ersten Ideen kleine Filmsequenzen entstehen, die Lerninhalte emotionaler, anschaulicher und näher an der Praxis vermitteln.

In diesem Gastartikel gibt uns Thomas Hohn einen Blick hinter die Kulissen seiner AI-Filmproduktion. Lass dich inspirieren und erfahre,

  • was Thomas an einer AI-Filmschule in Hollywood gelernt hat,
  • wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein fertiger Film entsteht
  • und welche Prinzipien sich daraus auf das Corporate Learning übertragen lassen.

Thomas Hohn
Thomas Hohn

AI-Storytelling & AI-Filmmaking

Thomas Hohn hat 15 Jahre als E-Learning-Experte in der Hamburger Sparkasse (Haspa) individuelle E-Learning-Kurse für die rund 5.000 Mitarbeitenden konzipiert und produziert, meist inklusive selbst und inhouse produzierter Videos.

Seine Leidenschaft für das Filmemachen war auch der Anlass, bereits ab 2015 nebenberuflich als Freelancer Produkt-, Image- und Recruitingfilme für regionale Unternehmen und Institutionen zu produzieren.

Nach dem Wechsel in die 100%-Selbständigkeit im Jahr 2023 hat Thomas zunächst noch viele videobasierte E-Learning-Kurse für Banken und Behörden entwickelt, dann aber angesichts des rasanten Wachstum von KI-generiertem Content verschiedene Lehrgänge (remote) an der weltgrößten AI-Filmschule „curious refuge“ in Los Angeles absolviert.

Und inzwischen ist genau das sein neuer Tätigkeitsschwerpunkt: die Konzeption und Produktion von storybasierten AI-Filmen für L&D-Teams und E-Learning-Anbieter, nach dem Motto: „Hollywood meets Corporate Learning“.

Story is king

Dieses Prinzip ist deutlich älter als die Geschichte der Künstlichen Intelligenz und beschreibt das bis heute gültige Erfolgsprinzip von guten Filmen, aber auch Romanen. Denn Menschen lieben Geschichten! Und deswegen ist Storytelling über das reine Entertainment hinaus auch in der Businesskommunikation und in der Weiterbildung ein hoch wirksames Instrument.

Denn Geschichten bleiben hängen, wo reine Fakten-Auflistungen verblassen: sie steigern Lernspaß, Fokus und Aufmerksamkeit und fördern so letztlich auch den Transfer des Gelernten in die Praxis. Denn genau hier sind sich bis heute leider viele Studien einig: weniger als 20 % der Lernenden wenden das neue Know-how tatsächlich auch im Alltag an – eine erschreckend schlechte Quote.

Demokratisierung der Content Creation

Genau hier setzt die Idee an, Hollywood-Prinzipien für das Corporate Learning nutzbar zu machen. AI wirkt hierbei als Turbo und eröffnet seit kurzem nicht nur in Sachen Effizienz, sondern auch in puncto Kreativität völlig neue Dimensionen. Ideen, die früher nur großen Studios oder finanzkräftigen Investoren vorbehalten waren, werden jetzt – auf Kundenseite – auch für kleinere Unternehmen und sogar Solopreneure zugänglich.

Und auf Creatorseite braucht es im Prinzip nur noch jemand mit einem Notebook, der sein Storytelling-Handwerk versteht und die neuesten AI-Tools kennt und intelligent nutzen kann – somit eine echte Demokratisierung der Content Creation.

Hinter den Kulissen von HOLLOW SPRINGS

In diesem Artikel nehme ich dich mit hinter die Kulissen von HOLLOW SPRINGS, einer aktuell mit Hilfe führender AI-Tools entstehenden Mystery-Drama-Serie.

Eine Independent-Eigenproduktion ohne Kundenauftrag, die in einer Kleinstadt in New Mexico spielt. Und gleichzeitig ein Projekt, das selbst mir als bislang klassischem Filmproduzenten noch vor einem Jahr undenkbar erschienen wäre.

Sechs unterschiedlich alte Personen posieren vor einer verlassenen, mit Graffiti besprühten Anlage in der Wüste.
Der Avatar-Cast der AI-Mystery-Drama-Serie HOLLOW SPRINGS

Was hat eine just-for-fun-Serienproduktion mit Corporate Learning zu tun?

Mehr, als du vielleicht denkst: Denn das Storytelling ist die verbindende Klammer, und der spezielle AI-Produktionsworkflow lässt sich nahezu 1:1 auf beliebige Business- und Bildungsthemen übertragen.

Der Workflow – wie aus einer Idee eine fesselnde Story wird

Eine AI-Filmproduktion folgt im Kern denselben Phasen wie klassische Vor-Ort-Filmproduktionen. Nur die Werkzeuge sind neu.

Schritt 1 – Konzeption & Storytelling

Weltenbau und Charakterentwicklung

Am Anfang steht direkt ein sehr wichtiger und kreativer Schritt: der sogenannte „Weltenbau“ und die Charakterentwicklung:

  • Wo und wann spielt die Geschichte?
  • Welche Regeln gelten für diese Welt?
  • Wer sind die Figuren, was treibt sie an?
  • Welcher Konflikt steht im Mittelpunkt, und was ist die zentrale Botschaft hinter der eigentlichen Story?

Bei HOLLOW SPRINGS, einer Story mit Fokus auf den Umgang mit der Ressource Wasser in einer ohnehin von Wasserarmut bedrohten Region, bedeutete das vor viel Detailrecherche, von regionalen, kulturellen und geografischen Details über New Mexico bis zu den Biografien der Hauptfiguren und einer Handlung mit klarer Struktur und Meilensteinen (sog. „Storybeats“).

Heldenreise für die Story

Für die Story-Modellierung greife ich auf bewährte Dramaturgie-Modelle zurück, allen voran die Heldenreise.

Das Prinzip der Heldenreise ist im Kern denkbar einfach: Eine Figur lebt in einer vertrauten Welt, wird durch einen Auslöser aus dieser Welt herausgerissen, zögert zunächst, bricht dann auf, begegnet Mentor*innen und Widersacher*innen, durchlebt Prüfungen und eine entscheidende Krise – und kehrt am Ende verwandelt zurück.

Auf genau diesem Muster basieren die meisten erfolgreichen Hollywoodproduktionen, aber auch Romane – denn die Heldenreise ist kein reines Filmkonzept, sondern ein medienunabhängiges Erzählprinzip. Genau deshalb lässt es sich auch so wirkungsvoll für das Corporate Learning nutzbar machen.

Bei der Konzeptarbeit nutze ich neben klassischem Handwerk auch verschiedene Custom GPTs sowie Claude, um Ideen, Figuren und Story-Strukturen zunächst in Form einer Film- bzw. Serien-„Bibel“ zu entwickeln.

Digitale Setcard der Hauptfigur Mara Alvarez mit Porträtaufnahmen sowie Ganzkörperansichten von vorn, von der Seite und von hinten. Die junge Frau trägt eine dunkle Jeansjacke, schwarze Kleidung und ein rotes Halstuch; die Porträts zeigen unterschiedliche Gesichtsausdrücke.
Beispiel für eine digitale Setcard, hier für die Haupt-Protagonistin Mara Alvarez.

Schritt 2 – Pre-Production

Aus der Konzeption und der grob erstellten Story wird in diesem Schritt ein visueller und textlicher Bauplan.

Erste AI-generierte Bilder

Moodboards und erste AI-generierte Bilder geben der Geschichte ein Gesicht, bevor eine Videosekunde entsteht – bei mir meist mit Midjourney, mit dem ich die Charaktere initial aufbaue, sowie mit Nano Banana 2 & Nano Banana Pro, mit denen ich daraus weitere Bildvarianten und Kameraperspektiven entwickle.

Zwei junge Frauen sitzen sich auf einer Diner-Sitzbank gegenüber und essen gemeinsam. Auf dem Tisch stehen ein Teller mit Burritos und zwei Getränke; im Hintergrund ist ein großes Fenster zu sehen.
Beispiel Szenenfoto (HOLLOW SPRINGS, EPISODE 1)

Auch wenn es um Film geht: zunächst stehen allein die Fotos im Mittelpunkt. Denn das Prinzip „frame-to-video“ ist die wohl wichtigste Basis für eine effiziente AI-Filmproduktion: Szenenfotos „schubsen“ die AI-Modelle, besser als reine Prompttexte es können, von Anfang an in die richtige kreative Richtung.

Unentbehrlich bleiben Prompts trotzdem, denn sie erläutern on top dazu den Kontext und definieren, wie Start- (und ggf. Endbild) sowie weitere Referenzmedien in die Komposition der Filmszene einfließen.

Drehbuch

Mit Hilfe spezieller Drehbuch-Software (Final Draft, Dramaqueen) entstehen dann produktionsreife Drehbücher inkl. aller Sprechtexte – in demselben Standard, den auch Hollywood-Autor*innen nutzen.

Seite 3 eines englischsprachigen Drehbuchs im FinalDraft-Stil. Dialoge und Regieanweisungen sind in typischer Drehbuchformatierung angeordnet.
Beispiel Drehbuch im FinalDraft-Style (HOLLOW SPRINGS, EPISODE 1)

Schritt 3 – Produktion

Das Herzstück der AI-Filmproduktion: Jetzt werden aus Standbildern bewegte Szenen. Was viele überrascht: Es gibt nicht das EINE AI-Tool, das alles kann.

Über alle Steps im AI-Filmmaking-Workflow kommen oft 10 oder sogar mehr verschiedene Tools zum Einsatz – zu unterschiedlich sind die jeweils zu erfüllenden Aufgaben. Eine Erleichterung hierbei sind aber sogenannte Aggregatoren wie „Magnific“ und „OpenArt AI“: lizenzbasierte Plattformen mit aufgeräumter User-Oberfläche, über die man viele im Hintergrund angebundene AI-Modelle zentral steuert.

An dieser Stelle werden übrigens auch die meisten AI-Credits investiert: während das Generieren von AI-Fotos meist sehr günstig ist bzw. in manchen Tarifen sogar „unlimited“ enthalten ist, sind Videoszenen mit einer Länge von bis zu 15 sec. deutlich kostenintensiver in der Produktion – was an der im Vergleich deutlich höheren Rechenleistung für dieses Tasks liegt.      

Screenshot einer Benutzeroberfläche zur KI-gestützten Text-zu-Video-Generierung. Zu sehen sind sechs visuelle Referenzbilder sowie ein englischer Prompt.
Beispiel frame-to-video-Generierung (HOLLOW SPRINGS, EPISODE 2)

Schritt 4 – Post-Production

Der letzte Schritt ist mehr als reiner Schnitt:

  • Vor dem Feinschliff skaliere ich die Videos mit Topaz Labs auf 4K.
  • Geschnitten wird klassisch mit Final Cut Pro X.
  • Color Grading gibt der Serie ihren visuellen Look.
  • ElevenLabs erzeugt die Stimmen der Figuren.
  • Für Soundeffekte greife ich auf Envato Elements zurück.
  • Für die Hintergrundmusik nutze ich vor allem Alibi Music.

Was dabei oft unterschätzt wird: Beim Film – auch beim AI-Film – trägt der Ton die Wirkung meist stärker als das Bild und verstärkt die Emotionalität einer Szene oft mehr als visuelle Qualität.

Das gilt für Hollywood genauso wie für Lerninhalte: Ton verdient mindestens so viel Aufmerksamkeit wie Bild.

Screenshot eines Final-Cut-Pro-Projekts zur Postproduktion von HOLLOW SPRINGS, Episode 1. Die dunkle Zeitleiste zeigt zahlreiche angeordnete Video-, Audio- und Effektspuren mit verschiedenen Clips und Übergängen.
Beispiel Postproduktion (FinalCut-Pro-Projekt HOLLOW SPRINGS, EPISODE 1)

Neugierig auf das fertige Video?

Tauche in die Story ein und schau dir die erste Episode von HOLLOW SPRINGS an.

Meine Learnings als AI-Filmmaker

AI ist ein Werkzeug

Was sich bei jedem dieser vier Schritte zeigt: AI ist ein Werkzeug, kein Zauberstab. Ein überzeugendes Ergebnis entsteht nicht mit einem Klick, sondern durch fundiertes Storytelling-Handwerk – Dramaturgie, Figurenführung, visuelles Gespür – und durch Zeit.

Ein guter AI-Film braucht Zeit

Meine Faustregel nach mehr als einem halben Jahr intensiven AI-Filmmaking: Eine Minute final geschnittener Film entspricht mindestens einem Arbeitstag an Produktionsaufwand – und liegt damit auf gleicher Höhe wie meine früheren Vor-Ort-Business-Filmproduktionen.

Ein hoher Aufwand, der viele erstaunt, aber letztlich auch die Trennlinie markiert zwischen schnell erzeugtem, generischem AI-„Slop“ und guten Stories: Wenn die Zuschauer*innen am Ende gar nicht mehr über das Werkzeug nachdenken, mit dem eine Szene entstanden ist, sondern einfach von der Geschichte gefesselt sind – dann ist gutes Storytelling gelungen. Die Tool-Frage wird unwichtig. Genau darauf kommt es an.

AI-Tools kombinieren

Die verschiedenen AI-Tools funktionieren dabei am besten im Team statt als „Einzelkämpfer“.

Ein Praxisbeispiel: Dasselbe Custom GPT, mit dem ich im Dialog Story und Figuren entwickle, lasse ich im Anschluss auch die Text-to-Image-Prompts schreiben, mit denen ich in MidJourney oder anderen Modellen die Welt und die Charaktere erzeuge.

Der Vorteil: Dieses eine Modell kennt Figuren und Handlung bereits im Detail und liefert maßgeschneiderte Vorschläge, statt bei null anzufangen – ich nutze somit das „Gedächtnis“ der einen AI, um gezielt mit einem anderen Tool weiterzuarbeiten.

Was bedeutet das konkret fürs Corporate Learning?

Use Cases für das Corporate Learning: Wenn Filmsequenzen zum roten Faden werden

Besonders viel Potenzial sehe ich in der Kombination aus storybasierten Film-Nuggets als narrativer Basis eines Online-Kurses, ergänzt um etablierte didaktische Instrumente wie interaktive Aufgaben, Challenges und Reflexionsübungen.

Die Story sorgt für Neugier, Motivation, Aufmerksamkeit und Praxisnähe. Die interaktiven Elemente fördern den Lernprozess und den Lerntransfer – und das Beste: Das Prinzip funktioniert über nahezu jedes Genre und Lernthema hinweg.

Vier Beispiele:

  • Nachhaltigkeit als Business-Crime-Handlung: Eine fiktive Firma, ein Greenwashing-Skandal, Mitarbeitende, die Stück für Stück die Manipulation aufdecken – Nachhaltigkeitswissen wird über eine Soft-Crime-Handlung vermittelt, und nicht über Bulletpoints auf Folien.
  • Führungskräftetraining anhand von Gesprächsszenarien: Dieselbe Gesprächssituation, einmal mit einer gelungenen und einmal mit einer missglückten Gesprächsführung durchgespielt, inkl. Gestik, Mimik, Emotionen. Greif- und fühlbare Gesprächssituationen anstatt der rein theoretischen Präsentation von Kommunikationsmodellen.
  • Onboarding als Mystery/Escape-Room: Neue Mitarbeitende folgen einer Rätsel-Storyline durch die „Abteilungen“ der fiktiven Firma und lösen dabei Aufgaben zu Werten, Prozessen und Kultur – Wissen wird entdeckt, nicht vorgetragen.
  • Change Management als Heldenreise: Eine Organisation im Umbruch, erzählt über eine Figur, die Widerstand, Zweifel und schließlich Wandel durchlebt – das macht emotionale Change-Dynamiken erlebbar, die reine Prozessfolien nie erreichen.
Zwei Personen sitzen sich in einem modernen Büro zu einem Feedbackgespräch gegenüber. Zwischen ihnen liegen ein geöffneter Laptop, Unterlagen und eine Tasse.
Beispiel „Führungskräftetraining“ (Praxissituation Feedbackgespräch) 

Bonus: Hollywood-Prinzipien auch fürs Bildungsmarketing

Hollywood-Prinzipien lassen sich nicht nur für das Lernangebot selbst nutzen, sondern auch für dessen Ankündigung – das Bildungsmarketing: Neugier wecken, bevor der erste Lerninhalt überhaupt gezeigt wird.

Zwei Beispiele, die sich direkt aus der Filmwelt übertragen lassen:

  • Das Filmplakat: Für HOLLOW SPRINGS habe ich ein klassisches Kinoplakat produziert – mit Bildsprache, Typografie und Spannungsaufbau wie bei einem echten Filmstart. Genau dieses Prinzip funktioniert auch für ein neues Lernangebot: Ein Ankündigungsplakat weckt Neugier statt nüchterner Information – und transportiert in einem einzigen Bild mehr über Welt, Story und Genre als ein langer Text.
Filmplakat der Mystery-Drama-Serie HOLLOW SPRINGS – The Ground Remembers. Eine ausgetrocknete, rissige Landschaft umgibt ein tropfenförmiges Wasserbecken. Im Becken und am Rand ist jeweils eine menschliche Silhouette zu sehen.
Beispiel Filmplakat / Marketing
(Poster der Serie HOLLOW SPRINGS)
  • Der Trailer: Aus mehreren Videosequenzen eines storybasierten Lernformats lässt sich, genau wie im Kino, ein kompakter Trailer schneiden, der Lust auf mehr macht und Zielgruppen motiviert, das neue Lernangebot zu buchen.

Tipp: Klein anfangen, groß denken

Ein letzter Gedanke, der für jedes Vorhaben in diesem Bereich gilt: Bevor ein größeres Projekt startet, lohnt sich fast immer ein erster, kleiner Schritt.

Mit AI lassen sich heute schneller, günstiger und unkomplizierter als je zuvor kleine Demos und Proof-of-Concept-Sequenzen erstellen. Sie zeigen früh, ob eine Idee trägt, starten das Kopfkino bei allen Beteiligten und machen fühlbar, was bislang nur als Konzept auf dem Papier stand.

Ob als Trainer*in, Personalentwickler*in oder Learning Professional: Diese kleine Testphase, bevor die große Produktion beginnt, ist fast immer der klügste erste Schritt. Sie schafft Klarheit darüber, ob das Ergebnis für alle Beteiligten passt – bevor Zeit und Budget in großem Stil investiert werden.

Fazit

Mein Fazit nach über einem halben Jahr intensivem AI Filmmaking und mehreren fachspezifischen Lehrgängen an der weltgrößten AI-Filmschule in L.A.: Die Eintrittsbarriere für professionelle Content Creation ist so niedrig wie noch nie, dank AI.

SciFi, Horror, Fantasy, Comedy und mehr, Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft: kreativ ist im Prinzip alles möglich: „The sky is the limit“.  Dennoch und vielleicht gerade deshalb bekommt gutes Storytelling-Handwerk noch mehr Relevanz. Denn ich bin überzeugt: im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen, und das gilt im Entertainment ebenso wie in der Weiterbildung, werden nicht die besten special effects oder die coolsten AI-Features von Seedance & Co. lange im Gedächtnis bleiben, sondern die Geschichten, die einen persönlich am meisten berühren.


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